Christine Brandstätter:
„Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum!“

Eigentümerin Christine Brandstätter

Gemeinsam mit meinen Mitarbeitern setze ich diese private und geschäftliche Maxime in Technik und Taten um. Compensa Mitarbeiter haben Marktkompetenz und das entsprechende Pouvoir im Falle außergewöhnlicher Wünsche und Aufträge.

Für Ihr spezielles Anliegen stehe ich gerne auch persönlich zur Verfügung. Ich freue mich, wenn Sie mit uns zufrieden sind und ersuche Sie, es mir zu sagen, wenn etwas zu verbessern ist.

Aus einem Gespräch mit Club Karriere:

Welche waren die wesentlichen Stationen Ihrer Karriere?

Nach der schulischen Ausbildung, Mittelschule, Abiturientenlehrgang und Hochschule für Volkswirtschaft trat ich in die Eisen- und Baustoffhandlung meiner Schwiegereltern ein und arbeitete im Büro mit.
Nach dem Tod meines Schwiegervaters haben wir die Firma aufgelöst und gemeinsam mit meinem Mann gründeten wir einen Kfz-Handel in den 1980er Jahren. Nebenbei betrieben wir noch einen Großhandel mit Werkzeugen und Textilien. Im Jahre 1987 trat mein Mann in die Compensa Ges.m.b.H. ein, die mein Vater, Walter Kral, im Jahre 1953 gegründet hatte, und konzentrierte seine Aktivitäten im Bereich Verkauf.
1992 trat ich in das Unternehmen ein und begann meine Tätigkeiten im Bereich der Fakturierung und Schritt für Schritt lernte ich alle Bereich des Unternehmens kennen. So landete ich im Einkauf, den ich bis 2016 ausübte.
Im Juli 2009 verstarb mein Mann völlig unerwartet und somit übernahm ich als geschäftführende Gesellschafterin die Leitung des Unternehmens.

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?

Erfolg zeigt sich nicht nur in Zahlen, sondern auch im täglichen Umgang mit den Mitarbeitern, die wesentlich zum Erfolg des Unternehmens beitragen.

Sehen Sie sich als erfolgreich?

Ich glaube, dass ich mit dem Erreichten zufrieden sein kann. Jedoch bedeutet dies für mich keinesfalls, dass ich mich zurücklehne – im Gegenteil, ich werde nach wie vor täglich Herausforderungen in Angriff nehmen, denn die Arbeit macht noch immer Spaß und Freude.

Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?

Neben den kaufmännischen Basics zählt in erster Linie die Freude an der Arbeit. Auch wenn es manchmal einen Arbeitstag von vierzehn Stunden gibt, so ist die Begeisterung, etwas bewegen zu können, immer vorhanden.

Ist es für Sie als Frau in der Wirtschaft schwieriger, erfolgreich zu sein?

Am Beginn meines Berufslebens hätte ich ja gesagt; mittlerweile musste ich die Meinung ändern. Bei der ersten Kontaktaufnahme bemerkt man die Verwunderung. Wenn man jedoch länger mit den Kunden spricht, wird man auch als Frau in der Branche akzeptiert.

Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?

Eigentlich kann ich kein großes Problem in dieser Branche finden. Der Kuchen ist für den teilnehmenden Mitbewerber groß genug. Manchmal kann es natürlich zu Preiskämpfen kommen, wobei wir nicht um jeden Preis den Auftrag haben müssen.

Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?

Eine sehr große Rolle! Denn die Mitarbeiter sind in erster Linie die Ansprechpartner für den Kunden. Somit ist es für das Unternehmen von eminenter Wichtigkeit dementsprechend ausgebildete Mitarbeiter an der richtigen Stelle im Unternehmen einsetzen zu können.

Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?

In erster Linie zählen die Fakten, d.h. neben der fachlichen Kompetenz ist auch das Auftreten, die Art der Kommunikation ein Entscheidungsfaktor. Schließlich geht es mir auch darum, Mitarbeiter zu bekommen, die Ideen einbringen und nicht nur Dienst nach Vorschrift machen.

Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?

Wir sind nicht nur ein Familienbetrieb, sondern leben auch in einer Familie. Ich bringe sehr viel Verständnis für die Anliegen der Mitarbeiter mit und biete auch so manche Freiheit.
Das wird von den Mitarbeitern auch sehr geschätzt. Andererseits bemerkte ich, dass sie auch, in Zeiten der Wirtschaftskrise besonders, eine hohe Loyalität zum Unternehmen an den Tag gelegt haben, was sich darin zeigte, dass alle an einem Strang zogen und hoffentlich auch weiterhin ziehen werden. Besonders nach dem Tode meines Mannes im Jahr 2009 spürte ich die Unterstützung und den Zusammenhalt im Unternehmen.
Das zeigte sich darin, dass ich einerseits keine Mitarbeiter kündigen musste, obwohl aufgrund der Wirtschaftskrise die Zukunft nicht sehr erfreulich ausgesehen hatte.

Welche Stärken hat Ihr Unternehmen?

Auf Grund unserer sehr flachen Hierarchie sind wir in der glücklichen Lage, sehr schnell auf Kundenwünsche reagieren und sich den Erfordernissen des Marktes anpassen zu können.

Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber?

Man kennt die Mitbewerber am Markt, in Österreich gibt es einige wenige Mitbewerber, in Deutschland, unserem Hauptmarkt, gibt es gleichwertige Großhändler. Und einige Startups haben sich sehr interessant entwickelt. In Anbetracht der Tatsache, dass der Markt groß genug ist, lebt man im Großen und Ganzen gut miteinander. Manchmal kommt es natürlich zu Preiskämpfen, die allerdings selten stattfinden.

Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?

Ich kann sehr gut abschalten, d.h. wenn ich das Büro verlasse denke ich nicht mehr an das Unternehmen.

Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?

Trotz der fachlichen Ausbildung sollte man den Hausverstand nicht vergessen. Kommunikatives Verhalten zählt immer mehr und darauf sollte man besonders als junger Mensch sein Augenmerk richten.

 

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